35 Jahre nach dem Militärputsch in Chile

Der 4. September 1970 ließ die Welt aufhorchen: Im südamerikanischen Chile hatte der sozialistische Präsidentschaftskandidat Salvador Allende die Wahl gewonnen. Für die Arbeiterschaft und weitere unterprivilegierte Schichten in Stadt und Land war der Tag gekommen, um eine radikale Verbesserung ihrer Lebensverhältnisse und eine tiefgreifende Veränderung der Machtverhältnisse im Lande anzupacken. Weltweit hofften damals Millionen Aktivisten der Arbeiterbewegung und politisierte Jugendliche darauf, nach dem Wahlsieg des "Marxisten" Allende endlich mal eines praktisch vorgeführt zu bekommen: den "demokratischen", "parlamentarischen", "friedlichen" und "reformistischen" Weg zum Sozialismus. Drei Jahre und eine Woche später - am 11. September 1973 - beendete der blutige Staatsstreich des Militärs unter Führung General Augusto Pinochets jäh alle Hoffnungen. Der Putsch kostete 50.000 Menschen das Leben. Eine ganze Generation politisch bewusster Arbeiter, Gewerkschafter, Sozialisten und Kommunisten wurde ausgelöscht oder musste emigrieren. Die Arbeiterbewegung - und damit auch das ganze Land - wurde um Jahrzehnte zurückgeworfen. Bild: Diktator Pinochet.

1968: Prager Frühling

Am 20. August 1968, also vor genau 40 Jahren, marschierten die Truppen des Warschauer Pakts in der Tschechoslowakei ein. Durch die schwankende Haltung der tschechoslowakischen Führung unter Alexander Dubcek und das brutale Vorgehen der einmarschierenden Truppen wurde die Bewegung der ArbeiterInnen und Studierenden blutig niedergeschlagen.
Bild: Sozialismus ja - Okkupation nein". Plakat aus den Tagen der Intervention.

40 Jahre danach: Was bleibt vom Mythos 1968?

Aufbruch, Revolte, sexuelle Befreiung, Studentenbewegung, Revolution… Noch 40 Jahre später ist das Jahr 1968 ein Bezugspunkt für alte und junge Linke. Was geschah 1968 wirklich? Was für Spuren hat dieses Jahr hinterlassen? Einige Erklärungen und Gedanken.

Irak: Fünf Jahre nach der Invasion

Es gibt ein altes orientalisches Sprichwort: Ein Mann, der auf dem Rücken eines Tigers reitet, findet es schwierig abzusteigen. Als die Koalitionstruppen im März 2003 in Bagdad einmarschierten, waren die Imperialisten voller Zuversicht. Berauscht von der Macht ihrer Militärmaschinerie, prophezeiten sie dem Irak und dem Nahen Osten eine leuchtende Zukunft.

Von Flammen und Dampfkesseln - Neues Theoriemagazin zum 90. Jahrestag der Russischen Revolution

Heute vor 90 Jahren eroberten die Sowjets, in den kurz zuvor die Bolschewiki unter Lenin und Trotzki die Mehrheit erlangt hatten, die Macht in Russland. Die Russische Revolution von 1917 erschütterte in der Folge die ganze Welt. Diesem aus der Sicht der internationalen Arbeiterklasse bedeutendsten Ereignis der Welt- geschichte widmen wir Band 6 unserer Theoriereihe "Aufstand der Vernunft". Im Zentrum dieses Buches steht ein Beitrag des britischen Marxisten Alan Woods über die Rolle der Bolschewiki im Jahr 1917. Darin zeichnet er die gesellschaftlichen Dynamiken dieser Revolution nach und widerlegt die von bürgerlichen Historikern viel strapazierte These, die Oktoberrevolution sei in Wirklichkeit ein Staatsstreich gewesen.

90 Jahre Russische Revolution Teil IV: Der Rote Oktober

Anfang September gewannen die Bolschewiki durch ihre geduldige politische Überzeugungsarbeit in den Sowjets von Petrograd, Moskau und anderen Industriestädten die Mehrheit. Am 23. September wählte der Petrograder Sowjet Leo Trotzki zum Vorsitzenden. Unterdessen glänzte die neugebildete Regierung unter Kerenski durch Erfolglosigkeit. Die Versorgungslage verschlechterte sich und die Brotrationen in Moskau und Petrograd wurden auf ein halbes Pfund täglich gekürzt. Es kam schließlich zu Hungerdemonstrationen. Die Regierung verlor jede Autorität. Minister kamen und gingen, doch die Politik änderte sich nicht. Kerenski war isoliert und handlungsunfähig, da er keinen Widerstand provozieren wollte.

Vor 100 Jahren: Kongress der Sozialistischen Internationale in Stuttgart

Vom 18. bis 24. August 1907 fand der internationale Sozialisten- kongress statt, an dem 184 Delegierte der verschiedenen Sektionen der Zweiten Internationale teilnahmen. Darunter so bedeutende Vertreter der Arbeiterbewegung wie Bebel, Kautsky, Mehring, Luxemburg (Foto), Liebknecht, Zetkin, Lenin und Trotzki. Es fanden leidenschaftliche Diskussionen auf hohem politischen Niveau statt, die man in dieser Art in keiner heutigen politischen Organisation mehr finden kann, schon gar nicht in den heutigen Sozialdemokratien.

60 Jahre Spaltung: Die verbrecherische Teilung des indischen Subkontinents

Vor genau 60 Jahren am 15. August 1947 wurde die Unabhängigkeit Indiens von der britischen Kolonialmacht erklärt. Pakistan wurde am Tag zuvor zum unabhängigen Staat. Die Spaltung des indischen Subkontinents entlang von religiösen und ethnischen Grenzen hatte begonnen. Die bürgerliche Geschichtsschreibung sieht die Uneinigkeit zwischen Hindus und Moslems als Ursache für die Spaltung – und blendet dabei aus, dass diese auf eine Politik des "Teile und Herrsche" der britischen Kolonialherren zurückzuführen ist (Foto: Indiens erster Premierminister Jawaharlal Nehru).

90 Jahre Russische Revolution Teil III: Juliaufstand und rechter Putschversuch

Die rein bürgerliche Februarregierung war zerbrochen. In die neugebildete Regierung traten Sozialrevolutionäre und Menschewiki ein. Sie war aber ebenfalls unfähig, eines der großen sozialen Probleme anzupacken. Auch diese Regierung bekam schnell den Umschwung in der Stimmung der Arbeiter- und Soldatenmassen zu spüren, die sich enttäuscht von „ihren“ Parteien abwendeten.

Die Anfänge der KPD: Von Kinderkrankheiten zur Stalinisierung

Noch zwei Wochen vor ihrer Ermordung waren Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht engagiert am Gründungsparteitag der KPD (30. Dezember 1918 bis 1. Januar 1919) beteiligt. Für manche Linke hierzulande stellt sich die Sache im Nachhinein ganz einfach dar: die Sozialdemokratie war als „stinkender Leichnam“ (O-Ton Rosa Luxemburg) entlarvt, und alle wahren Revolutionäre versammelten sich von nun an unter dem Banner der Kommunistischen Partei Deutschlands. Doch ein Rückblick auf die Anfangsjahre des deutschen Kommunismus zeigt: mit der KPD-Gründung waren die Probleme für Marxisten oder Kommunisten nicht gelöst - sie fingen erst richtig an. 

Modulblock Revolution

Heute vor 100 Jahren:

Modulblock DefenceMarxism

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