Kategorie: Kultur

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Vor 400 Jahren starb William Shakespeare: Ein revolutionärer Literat (Teil 4)

Es gibt mindestens eine Viertelmillion Wörter in der englischen Sprache – obwohl es auch Schätzungen gibt die viel höher liegen – vielleicht eine Million (laut Global Language Monitor vom Januar 2014 und der neueren Google/Harvard-Studie).


Welche Zahl auch immer richtig sein mag, es ist klar, dass es im Englischen mehr Wörter gibt als in jeder anderen europäischen Sprache. Das ist das Ergebnis einer besonderen historischen Entwicklung.

Eine Revolution in der Sprache

Über die letzten tausend Jahre hat sich das Englische mehr verändert als andere europäischen Sprachen. Das Angelsächsische, von dem die englische Sprache abstammt, ist verwandt mit dem Niederländischen, dem Deutschen und den Sprachen, die in Skandinavien gesprochen werden. Wenn wir uns das Englisch aus der Zeit vor 1066 ansehen, so ist das angelsächsische Heldengedicht Beowolf für die meisten heutigen Engländer / Engländerinnen genauso unverständlich wie das Griechische, das zu Homers Zeiten gesprochen wurde, wie wir an den ersten Zeilen des Werks feststellen können:

Hwæt! Wé Gárdena in géardagum
þéodcyninga þrym gefrúnon

hú ðá æþelingas ellen fremedon

Listen! We of the Spear-Danes in the days of yore,
of those clan-kings heard  of their glory
how those nobles performed courageous deeds

Hört! Denkwürd'ger Taten von Dänenhelden

Ward uns viel fürwahr aus der Vorzeit berichtet,
Wie Könige kühn ihre Kraft erprobten.

Nach der Eroberung durch die Normannen 1066 wurde Französisch zur Sprache der herrschenden Klasse, während Latein die Sprache der Gelehrten und der Kirche war. Aber der größte Teil der Bevölkerung sprach weiterhin angelsächsisch. Daraus ist eine kuriose Eigenschaft der englischen Sprache entstanden: Wir haben ein anderes Wort für das Fleisch des Tieres als für das Tier selbst. Das Wort für das Fleisch hat einen französischen Ursprung, während das Wort für das Tier einen deutschen hat, wie an den folgenden Beispielen zu erkennen ist.

Tier (deutsch) or [AE*]           | Fleisch (französisch)

Cow (Kuh)                              | Beef (Boeuf) (Rindfleisch)

Calf (Kalb)                              | Veal (Veau) (Kalbfleisch)

Swine (Schwein)                     | Pork (Porc) (Schweinefleisch)

Sheep (Schaf)                          | Mutton (Mouton) (Schaffleisch)

Hen (Huhn)                             | Poultry (Poulet) (Geflügelfleisch)

[*Altenglisch bezieht sich auf das Englisch, das von ca. 500- 1100 u.Z. gesprochen wurde.]

Das ist ein deutliches Beispiel für die Klassenherkunft der englischen Sprache, da die Bauern, die angelsächsisch sprachen sich mit Tieren auskannten, aber selten Fleisch aßen, während die normannischen Adeligen, die französisch sprachen, das Tier nur kannten, wenn es ihnen auf dem Teller serviert wurde. Bis zum heutigen Tag enthält das Englisch, das in der ArbeiterInnenklasse gesprochen wird, einen höheren Anteil an Wörtern germanischen Ursprungs, während das „Bildungsbürgertum“ einen höheren Anteil an Wörtern französischen oder lateinischen Ursprungs verwendet.

Im modernen Englisch gibt es sogar einen “Oberklassenakzent”, der, auch wenn er nicht einzigartig ist, sicherlich viel öfters gesprochen wird als in anderen Sprachen. Die Sprache, derjenigen, die „vornehm“ oder mit „Murmeln im Mund sprechen“, beleidigt die Ohren der meisten Menschen, weil sie wahrscheinlich die gleiche unangenehme Wirkung wie das Gejaule eines Zahnarztbohrers hervorruft. Obwohl die SprecherInnen es nicht verstehen können, so klingt es für normale Menschen vollkommen fremd, was es auch in der Tat ist. Es handelt sich um ein entferntes Echo aus der Zeit als die Oberklasse eine andere, fremde Sprache sprach.

Über einen langen Zeitraum wurde eine große Zahl französischer und lateinischer Wörter Bestandteil der englischen Sprache. Aus diesem Grund hat sie ein viel größeres Vokabular als die germanischen und romanischen Sprachen, wie französisch, spanisch oder italienisch. Die Fusion des Englischen (angelsächsisch) mit dem Französisch (normannisch), die schon am Ende des 14. Jahrhunderts abgeschlossen war, macht die englische Sprache so einzigartig reich, gleichzeitig aber auch zu einer sehr seltsamen Mischform, die sich über jede Logik hinwegsetzt.

Der komplexe und unlogische Charakter der englischen Rechtschreibung, der schon viele Generationen von ausländischen (und auch englischsprachigen) StudentInnen verzweifeln lassen hat, war die unvermeidliche Folge der Fusion von zwei vollständig verschiedenen Sprachen. Aber das Ergebnis ist ein wunderbar reichhaltiger Wortschatz, der verschiedene Nuancen und Wortspiele gestattet, die in anderen Sprachen schwer zu verwirklichen sind.

Diese Metamorphose erreicht ihren perfektesten Ausdruck in Chaucers Canterbury Tales (Canterbury Erzählungen) – das erste richtige Meisterstück in englischer Sprache. Aber die Sprache Chaucers befand sich in einem Übergangsstadium. Es handelte sich dabei noch nicht um modernes Englisch.

Selbst gebildete Menschen könnten Probleme beim Verstehen der einleitenden Sätze der Canterbury Tales haben:

Whan that Aprille with his shoures soote 
The droghte of Marche hath perced to the roote,
And bathed every veyne in swich  licour,
Of which vertu engendred is the flour […]”

When April with his showers sweet with fruit
The drought of March has pierced unto the root

And bathed each vein with liquor that has power
To generate therein and sire the flower […]“

“Wenn milder Regen, den April uns schenkt,
Des Märzes Dürre bis zur Wurzel tränkt,
In alle Poren süßen Saft ergießt,
Durch dessen Wunderkraft die Blume sprießt […]“

Obwohl dies dem modernen Englisch viel näher kommt als die Sprache im Heldengedicht Beowulf, würden nur wenige englische MuttersprachlerInnen Chaucers Werke im Original lesen können.

Eine Sprache im Übergang

Die Zeit in der Shakespeare lebte, war eine Zeit, in der sich die englische Sprache, die sich noch in der Entstehungsphase befand, fundamental entwickelte. Vor noch nicht langer Zeit war es die Sprache der Unterklassen gewesen; die Oberklassen sprachen französisch, während die Gebildeten nicht englisch, sondern lateinisch sprachen.

Im Verlauf des 16. Jahrhunderts wurde Englisch wirklich erwachsen. Es war die Zeit, in der die Literatur und die Dichtkunst blühten, dazu gab es keine Parallelen in der Vergangenheit und auch seitdem nicht wieder. Es war so, als ob die englische Sprache in einen Schmelztiegel geworfen worden wäre, in den man Wörter aus vielen verschiedenen Sprachen geworfen, vermischt und verändert hatte, wie die Elemente im Gebräu eines Alchemisten.

Die englische Sprache war damals ein sehr flexibles und geschmeidiges Medium, wie die Lava, die nach einem Vulkanausbruch frei ausströmt. Shakespeare selbst spielte eine bedeutende Rolle bei der Entwicklung der englischen Sprache im Entstehungsstadium. Der Shakespeare-Kritiker Dr. Jonathan Hope bemerkt dazu: „Er [Shakespeare] schrieb während einer Übergangsperiode der englischen Grammatik als den Schreibern ein Spektrum an Optionen zur Verfügung stand.“

Wie ein geschickter Töpfer, der frischen Ton auf seiner Drehscheibe formt, transformierte er dieses wunderbare Rohmaterial in etwas Neues und Besonderes. Das widerspiegelt sich in der enormen Reichhaltigkeit von Shakespeares Englisch, welche nie wieder erreicht wurde, vielleicht mit Ausnahme der King James Bible (King-James-Bibel), die ungefähr zur gleichen Zeit geschrieben wurde. Shakespeare schuf neue Wörter und gebrauchte alte auf neue Weise. Es gibt Schätzungen, dass Shakespeare über 1700 Wörter aus unserem täglichen Gebrauch neu erfunden hat, dabei wandelte er Nomen in Verben und Verben in Adjektive um und fügte Wörter aneinander, um Wörter zu kreieren, die man vorher nie gehört hatte.

Zu den vielen Wörtern, die er erfand gehören: auspicious (viel versprechend), baseless (grundlos), barefaced (schamlos), castigate (geißeln), clangour (Schall), dexterously (geschickt), dwindle (abnehmen), sanctimonious (scheinheilig) und watchdog (Wachhund). Außerdem ist Shakespeare der Autor einer großen Anzahl von allgemeinen Ausdrücken und gebräuchlichen Phrasen, von denen viele zu Redewendungen geworden sind. Hier sind einige:

All that glitters isn’t gold (Kaufmann von Venedig): Es ist nicht alles Gold, was glänzt. 
Break the ice (Der Widerspenstigen Zähmung): das Eis brechen.
Wear one’s heart on one’s sleeve (Othello): das Herz auf der Zunge tragen. 
A laughing stock (Die lustigen Weiber von Windsor): eine Lachnummer In a pickle (Der Sturm): in der Patsche sitzen Fair play (Der Sturm): ehrlich spielen

Neuere Studien weisen darauf hin, dass einige dieser Phrasen eventuell schon früher verwendet wurden, obwohl sie erstmals in seinen Werken in schriftlicher Form auftauchen. Aber auch diese Studien erkennen an, dass Shakespeare trotzdem viele neue Wörter geschaffen oder alten Wörtern eine neue Bedeutung gegeben hat. Das alles kann jedoch nicht die Größe der shakespeareschen Schriften schmälern. Auf jeden Fall wird man mit der einfachen Auflistung dieser Wörter und Redewendungen Shakespeares Genialität und der wunderbaren Art und Weise, mit der er die englische Sprache zu einem einzigartigen Mittel für seine Dichtkunst macht, nicht gerecht. Es ist eine Art Alchemie und Zauber, die schwer zu analysieren und unmöglich zu imitieren ist. Lasst uns das nur an einem Beispiel zeigen: Das Wort das Shakespeare erfand: incarnadine (purpurrot werden).

In seinem Theaterstück Macbeth finden wir Macbeth, der über den Mord an Duncan, den er gerade begangen hat, entsetzt ist. Das Bild von Macbeth wird von zwei Farben beherrscht, rot und schwarz: Nacht und Blut. Nachdem er Duncan, seinen König und Verwandten, ermordet hat, ist Macbeth beim Anblick des Blutes auf seiner Hand wie versteinert; ihm wird klar, dass er es nie wieder abwaschen kann. Es wird vielmehr den gesamten Ozean rot (incarnadine) färben:

[Man hört Klopfen]

Macbeth:

Woher klopft es?
Wie ists mit mir, daß jeder Ton mich schreckt?
Was sind das hier für Hände? Ha, sie reißen
Mir meine Augen aus.
Kann wohl des großen Meergotts Ozean
Dies Blut von meiner Hand rein waschen? Nein;
Weit ehr kann diese meine Hand mit Purpur
Die unermeßlichen Gewässer färben
Und Grün in Rot verwandeln.

(Macbeth, Act 2, scene 1)

Hier verwendet Shakespeare ein schon bestehendes Wort lateinischen Ursprungs: carn-, das sich auf Fleisch bezieht und so in seiner Ableitung Fleischfarbe. Aus diesem Original erschafft er ein neues Verb "incarnadine”, das purpurrot werden bedeutet. Aber diese Art linguistischer Analyse entfernt uns vom wahren Shakespeare und der magischen Art und Weise, in der er die englische Sprache benutzt. Hier haben wir es mit reiner Magie zu tun, die jeglicher Definition spottet.

Der nie endende Wortschwall und die eindrucksvolle Symbolik, die sich in ihnen widerspiegelt, gibt den Eindruck eines Mannes, der von Worten berauscht ist, die er auf die originellste und unerwartetste Weise in seinen Gleichnissen und Metaphern kombiniert. Das Bild von Neptuns grünem Ozean, der in ein Meer von Blut verwandelt wird, ist so verblüffend, dass es über jegliche Wortzergliederung hinausgeht. Hier und in allen anderen Werken Shakespeares ist das Ganze unendlich größer als die Summe der Einzelteile.

Leben, Liebe und Tod bei Shakespeare

In Shakespeares Stücken betrachten wir die menschlichen Lebensbedingungen aus allen denkbaren Blickwinkeln. Hier werden die großen Themen Leben, Liebe und Tod mit einer Tiefgründigkeit behandelt, die schon fast einen philosophischen Charakter hat. In diesen Theaterstücken finden wir einen nie endenden Strom eindrucksvoller Symbolik, welche die Gesamtheit aller menschlichen Passionen vermittelt und die destillierte Essenz der menschlichen Lebensbedingungen in sich selbst enthält. Das erklärt ihre universelle Anziehungskraft.

Der gesamte Umfang der menschlichen Erfahrungen ist in Shakespeares Stücken enthalten. König Lear ist eine düstere Tragödie, die in der vorrömischen Zeit spielt und voller tiefgründiger psychologischer Erkenntnisse ist. Die Tragödie Othello ist eine Glanzleistung zu den Themen Eifersucht und Leidenschaft in der Beziehung zwischen Männern und Frauen. Und die verschiedenen Stadien des menschlichen Lebens werden in einer der bemerkenswertesten Reden in Wie es euch gefällt zusammengefasst:

„Die ganze Welt ist Bühne,
Und alle Frau'n und Männer bloße Spieler.
Sie treten auf und gehen wieder ab,
Sein Leben lang spielt einer manche Rollen,
Durch sieben Akte hin. Zuerst das Kind,
Das in der Wärt'rin Armen greint und sprudelt;
Der weinerliche Bube, der mit Bündel
Und glattem Morgenantlitz, wie die Schnecke,
Ungern zur Schule kriecht; dann der Verliebte,
Der wie ein Ofen seufzt, mit Jammerlied
Auf seiner Liebsten Brau'n; dann der Soldat,
Voll toller Flüch' und wie ein Pardel bärtig,
Auf Ehre eifersüchtig, schnell zu Händeln,
Bis in die Mündung der Kanone suchend
Die Seifenblase Ruhm. Und dann der Richter,
In rundem Bauche, mit Kapaun gestopft,
Mit strengem Blick und regelrechtem Bart,
Voll weiser Sprüch' und neuester Exempel
Spielt seine Rolle so. Das sechste Alter
Macht den besockten hagern Pantalon,
Brill' auf der Nase, Beutel an der Seite;
Die jugendliche Hose, wohl geschont,
'ne Welt zu weit für die verschrumpften Lenden;
Die tiefe Männerstimme, umgewandelt
Zum kindischen Diskante, pfeift und quäkt
In feinem Ton. Der letzte Akt, mit dem
Die seltsam wechselnde Geschichte schließt,
Ist zweite Kindheit, gänzliches Vergessen,
Ohn' Augen, ohne Zahn, Geschmack und alles.“

(Wie es euch gefällt, II. Akt, 7. Szene)

Das Thema Liebe wird sehr bewegend in Romeo und Julia behandelt. Dieses Werk hatte nicht nur auf die Literatur, sondern auch auf die Musik eine tiefgreifende Wirkung. Es inspirierte eine Oper von Gounod, ein Ballett von Prokowjew und eine berühmte Ouvertüre von Tschaikowski. Aber Shakespeare ist in einfachen Liebesliedern am gefühlvollsten, wie das, was vom Clown in Der Sturm gesungen wird:

„O Schatz! auf welchen Wegen irrt Ihr?
O bleibt und hört! Der Liebste girrt hier,
Singt in hoh- und tiefem Ton
Hüpft nicht weiter, zartes Kindlein!
Liebe find't zuletzt ihr Stündlein,
Das weiß jeder Muttersohn.
Was ist die Lieb'? Sie ist nicht künftig;
Gleich gelacht ist gleich vernünftig;
Was noch kommen soll, ist weit.
Wenn ich zögre, so verscherz' ich;
Komm denn, Liebchen, küss' mich herzig!
Jugend hält so kurze Zeit.“

(Der Sturm, II. Akt, 3. Szene)

Das ist die Stimme der Liebe in voller Blüte. Aber das Thema Liebe erfährt in Antonius und Cleopatra eine ganz andere Behandlung. Hier wird das Thema Leidenschaft in einer exotischen und sinnlichen Verkleidung präsentiert, die sich vollkommen von der Unschuld in Romeo and Julia unterscheidet. Jede Zeile in diesem Stück atmet das berauschende Parfum des Orients ein. Die Rede, in der Enobarbus Königin Cleopatras königliche Barke beschreibt, ist Poesie von höchster Güte:

„Ich will's berichten. –
Die Bark', in der sie saß, ein Feuerthron,
Brannt' auf dem Strom: getriebnes Gold der Spiegel,
Die Purpursegel duftend, daß der Wind
Entzückt nachzog; die Ruder waren Silber,
Die nach der Flöten Ton Takt hielten, daß
Das Wasser, wie sie's trafen, schneller strömte,
Verliebt in ihren Schlag; doch sie nun selbst (…)“

(Antonius und Cleopatra, II. Akt , 2. Szene)

Dieses Stück endet wie Romeo und Julia als Tragödie und in vielen Werken Shakespeares ist die Vorstellung von Liebe mit dem Bewusstsein gefärbt, dass die menschliche Existenz mit dem Tod enden muss. Die Vorstellung, dass alles, was existiert, es verdient zu sterben, ist überall impliziert.

Sonette

Ein großer Teil von Shakespeares Werken besteht aus Theaterstücken. Er schrieb aber auch Lyrik von höchster Güte, besonders die Sonette sind eine Klasse für sich. Es gibt 154 Sonette, welche sich fundiert und bewegend mit den Themen Liebe, Sexualität und Schönheit beschäftigen. Sie wurden wahrscheinlich 1592 geschrieben, als die Theater wegen der grassierenden Pest geschlossen blieben, was übrigens damals keine Seltenheit war.

Die Sonette waren schon eine beliebte literarische Form in Italien und wurden in England während der elisabethanischen Epoche verbreitet. Einige von Shakespeares Sonette sind bis heute populär geblieben, vor allem Sonett 18 (Soll ich dich einem Sommertag vergleichen?) Aber alle sind Werke von außergewöhnlicher poetischer Schönheit und philosophischer Tiefgründigkeit. Das Hauptthema, das sich wie ein roter Faden durch diese Gedichte zieht, ist die vergängliche Natur des Lebens und der Liebe sowie das Verstreichen der Zeit.

SONETT 70

„Wie Wellen an des Ufers Kieseln bersten,
So eilen unsre Stunden an ihr Ziel:
Die folgende tritt an den Platz der ersten;
Vor, immer vorwärts drängt sie das Gewühl.
Geburt, einmal zu Tag entlassen, kriecht
Der Reife zu; damit gekrönt, umschweben
Gekrümmte Finsternisse schon ihr Licht,
Und Zeit verwüstet selbst, was sie gegeben.“

Es gibt nicht viele Beispiele einer poetischen Beschreibung des hohen Alters, welche das mächtige und bewegende Sonett Nr. 73 übersteigen, in dem es mit der Ankunft des Herbstes verglichen wird.

SONETT 73

„Die Zeit des Jahres kannst du an mir sehn,
Wenn, kaum mit wenig gelbem Laub behangen,
Die Zweige zittern in der Fröste Wehn,
Verfallnen Chören gleich, wo einst die Vögel sangen.
Ein solches Dämmerlicht stell' ich dir vor,
Wie, wenn die Sonne sank, im Westen bleichet;
Allmählich hüllt's die Nacht in trüben Flor,
In Todes Schein, der alles Leben scheuchet.“

Selbst hier, in diesen höchst intimen Zeilen, finden wir Widerhalle der turbulenten Zeit, in der Shakespeare lebte. Die “Bare ruined choirs” (“Verfallnen Chören“) beziehen sich auf die Ruinen der Konvente und Klöster, die während der protestantischen Bilderstürmerei zerstört wurden. Das ist ein eindrucksvolles Bild von der Vergänglichkeit aller Dinge in der Natur und Gesellschaft, ein Thema, das eine zentrale Grundlage der Sonette ist.

Ich kenne nichts, das mit dem zerstörerischen Effekt des schwarzen Nihilismus in den von Macbeth gesprochenen Sätzen, als er über den Tod seiner Frau durch Selbstmord informiert wird und er über die Nutzlosigkeit der menschlichen Existenz sinniert, nahe kommt:

„Morgen, und morgen, und dann wieder morgen,
Kriecht so mit kleinem Schritt von Tag zu Tag,
Zur letzten Silb' auf unserm Lebensblatt;
Und alle unsre Gestern führten Narr'n
Den Pfad des stäub'gen Tods. – Aus! kleines Licht! –
Leben ist nur ein wandelnd Schattenbild;
Ein armer Komödiant, der spreizt und knirscht
Sein Stündchen auf der Bühn', und dann nicht mehr
Vernommen wird: ein Märchen ist's, erzählt
Von einem Dummkopf, voller Klang und Wut,
Das nichts bedeutet.“

(Macbeth, V. Akt, 5. Szene)

In den zehn Jahren vor seinem Tod schrieb Shakespeare Cymbeline, das Winter-Märchen und das absolut geniale Werk Der Sturm – Theaterstücke, die einen ernsteren, fast düsteren, Ton haben als die Komödien der 1590er. Anders als die Tragödien enden diese Stücke versöhnlich und um Vergebung bittend. Das ist die Stimme des hohen Alters, wenn die Stürme des Lebens vorbei sind und die Männer und Frauen, nicht im Zorn, sondern in philosophischer Sicht, auf ihr Leben zurückschauen können.

1616, als sich sein Gesundheitszustand verschlechterte und das Ende nahe war, änderte Shakespeare sein Testament. Sein Sohn war 1596 gestorben, deshalb vererbte den größten Teil seines Grundbesitzes an seine beiden Töchter, einen Teil seines Geldes vermachte er seiner Schwester, Partnern, Freunden und den Armen von Stratford. Ein merkwürdiges Detail ist die Tatsache, dass er seiner Ehefrau Anne das „zweitbeste Bett“ der Familie hinterließ.

Er starb einen Monat später in Stratford-Upon-Avon, wahrscheinlich am 23. April 1616, seinem 52. Geburtstag, und rein zufällig auch dem St. George’s day (Georgstag), dem Festtag zu Ehren des englischen Nationalheiligen. In Wahrheit ist das exakte Sterbedatum Shakespeares nicht bekannt. Es wurde aus der Aufzeichnung über seine Beerdigung zwei Tage später, am 25. April 1616 in der Holy Trinity Church, abgeleitet. Sein Grabdenkmal stellt einen in Stein gehauenen Getreidesack dar, der auf die ursprüngliche Tätigkeit seiner Familie verweist.

Niemand kennt die genaue Todesursache, denn es gibt darüber keine zeitgenössischen Aufzeichnungen. Er verfasste sein Testament einen Monat vor seinem Tod, in dem er erklärte er sei in „bei bester Gesundheit“. Fünfzig Jahre später erklärte ein Vikar aus Stratford-Upon-Avon, er sei an einem Fieber gestorben, das nach einem „feucht-fröhlichem Treffen“, bei dem er „zu viel getrunken“ hatte, aufgetreten war.

Eine BBC-Sendung beschäftigte sich neulich mit einer Untersuchung von Shakespeares Grab. Wie erwartet, enthüllte diese genau genommen nichts. Auch sein Testament klärt uns nicht auf, sondern fügt ein weiteres Rätsel hinzu. Warum vermachte er zum Beispiel seiner Frau das „zweitbeste Bett“? Wir werden es nie erfahren, überlassen aber diese und weitere bedeutungslose Spekulationen den Leuten die Zeit in Überfluss haben.

Sieben Jahre nach seinem Tod wurde eine Sammlung von Shakespeares Werken veröffentlicht. Das war die bei weitem größte Zusammenstellung seiner Abfassungen. Sie wurde von seinen Freunden John Heminge und Henry Condell erstellt und enthielt 36 Theaterstücke, von denen 18 nie zuvor gedruckt worden waren. Hier und nicht unter den Steinplatten der Holy Trinity Church finden wir die Wahrheit über Shakespeare. Sie stellen Shakespeares wahres Denkmal dar – und was für ein kolossales Denkmal ist das!

Shakespeares Genialität

„Ja, er beschreitet, Freund, die enge Welt
Wie ein Colossus.“

(Julius Caesar, I. Akt, 2. Szene)

Wenn man nur den Handlungsablauf und den Inhalt von Hamlet oder Macbeth untersucht, unterscheiden diese sich scheinbar kaum von den blutgetränkten Dramen aus der Zeit vor Shakespeare. Aber das geht vollkommen am Thema vorbei. Was diese Stücke mit einem lebendigen Leben erfüllt, ist nicht die Thematik, sondern die Poesie der Sprache, welche einen besonderen Zauber erzeugt, den man nur schwer oder gar nicht erklären kann.

Es ist erstaunlich sich vorzustellen, dass all diese Theaterstücke in Gedichtform geschrieben worden sind und diese Dichtkunst Höhen erreicht hat, die später nie wieder von einem englischen Dichter/einer Dichterin erreicht wurden. Es gibt kaum eine Zeile in diesen Stücken, die kein verstecktes Juwel enthält. In Macbeth (I. Akt, 2. Szene) kommt Ross gerade vom Schlachtfeld, auf dem Macbeth die Wikingerarmee besiegt hat. Als er gefragt wird, wo er her komme, antwortet er:

„Wo Norwegs Banner schlägt die Luft und fächelt
Kalt unser Volk.”

In diesen wenigen Wörtern spürt man einen kalten Wind, der bläst und man kann das Flattern der Wikingerfahnen hören, die im Wind wehen, das alles wird durch die geschickte Nutzung von Alliterationen vermittelt. Kleine Details wie diese sind das Gütesiegel eines echten Poeten.

Später im selben Stück erinnert sich Lady Macbeth mit Schrecken an die Szene der Ermordung von Duncan:

„Fort, verdammter Fleck! fort, sag' ich! – Eins, zwei! Nun, dann ist es Zeit, es zu tun. – Die Hölle ist finster! – Pfui, mein Gemahl, pfui! ein Soldat und furchtsam! Was haben wir zu fürchten, wer es weiß, da niemand unsre Gewalt zur Rechenschaft ziehen darf? – Aber wer hätte gedacht, daß der alte Mann noch so viel Blut in sich hätte?“

Das grausige Wesen des Mordes wird mit wenigen Worten ausgedrückt:

Wer würde gedacht haben, dass der alte Mann so wenig Blut in sich hatte. Diese Wortgewandtheit erinnert uns an die Kunstfertigkeit eines Malers/einer Malerin, der/die mit einigen gekonnten Pinselstrichen das Wesen seines Gegenstands genau vermittelt. Hier sehen wir einen markanten Kontrast zu der kalten, berechnenden und gefühllosen Mörderin, die versuchte ihren Ehemann zu versichern, dass „ein wenig Wasser uns von den Taten säubert“. Jetzt wo sie kurz davor ist, in den Wahnsinn getrieben zu werden, schreit sie voller Verzweiflung:

„ Noch immer riecht es hier nach Blut; alle Wohlgerüche Arabiens würden diese kleine Hand nicht wohlriechend machen.“

(Macbeth, V. Akt, 3. Szene)

In Heinrich IV., Teil 1 beschreibt Shakespeare ein imaginäres Gespräch zwischen dem Waliser Owen Glendower und dem englischen Rebellen Hotspur. Es besteht ein kompletter Gegensatz zwischen den beiden: Der Waliser ist stolz, politisch informiert, geheimnisvoll und abergläubisch; der (Nord-)Engländer ist mutig, stur, nüchtern, fantasielos und von Glendowers Höhenflügen völlig unbeeindruckt:

GLENDOWER

“ Ich rufe Geister aus der wüsten Tiefe.“

PERCY HOTSPUR

„Ei ja, das kann ich auch, das kann ein jeder. Doch kommen sie, wenn Ihr nach ihnen ruft?“

(Heinrich IV., Teil 1, III. Akt, 1. Szene)

Der komplette Gegensatz zwischen dem keltischen und dem angelsächsischen Charakter wird mit einem präzisen Auge für das Detail und einem trockenen Humor vermittelt.

Ein zeitloser Dichter

“Nicht einer Zeit gehört er, sondern allen Zeiten.”

(Ben Jonson über Shakespeare)

Der zeitgenössische Dichter Robert Greene verspottete Shakespeare als „einen reinen Schauspieler, der nicht in der Lage war zu schreiben“. Greene war nicht der einzige, dem es misslang Shakespeares Genialität zu würdigen. Noch eine lange Zeit nach seinem Tod wurde er verkannt. Marx schrieb: „Eine der Eigentümlichkeiten der englischen Tragödie, die das Gefühl des Franzosen so abstößt, daß Voltaire sogar Shakespeare als einen betrunkenen Wilden bezeichnete, besteht in der eigenartigen Mischung des Erhabenen und des Niedrigen, des Schrecklichen und des Lächerlichen, des Heroischen und des Burlesken.“

Solche Urteile wirken heute einfach lächerlich. Shakespeares Genialität wird weltweit anerkannt und hat eine unauslöschliche Markierung hinterlassen. Trotzdem hat der außergewöhnliche Mangel an Informationen über sein Leben zu der Mutmaßung geführt, dass die Theaterstücke alle nicht von ihm verfasst worden seien, sondern von jemand anders. Marlowe, Bacon und sogar weniger bekannte Kandidaten haben alle zu bestimmten Zeiten ihre Fürsprecher gehabt.

Die vorgelegten Beweise, die solche Theorien rechtfertigen, sind ziemlich dürftig und können getrost ad acta gelegt werden. Aber die Verfechter von Verschwörungstheorien sind äußerst hartnäckig und greifen auf die unglaublichsten verworrenen Argumente zurück, um ihre Theorien zu beweisen. Einigen von ihnen haben versucht aufzuzeigen, dass in den Texten der Stücke geheime Botschaften versteckt sind, die angeblich auf die Identität des „echten“ Autors hinweisen.

Warum um Himmels Willen sollte dieser mysteriöse “echte” Autor einen solchen Aufwand betreiben, um der Öffentlichkeit seine Identität zu enthüllen, anstatt diese einfach bekanntzugeben? Der heuchlerische Charakter solcher Behauptungen wurde wirkungsvoll enthüllt, als darauf hingewiesen wurde, dass einer der biblischen Psalmen mit dem Wort „Shake“ beginnt und mit dem Wort „spear“ endet, um zu beweisen, dass Shakespeare der eigentliche Autor der Bibel sei!

Vier Jahrhunderte sind seit dem Tod von William Shakespeare vergangen und seitdem hat ihn kein Dichter/keine Dichterin in der Pracht seiner Phantasie, seiner Dichtkunst und seiner psychologischen Tiefgründigkeit übertroffen. Sein Zeitgenosse und Rivale, der Dramatiker Ben Jonson, schrieb über Shakespeare: „Nicht einer Zeit gehört er, sondern allen Zeiten.” Das ist die Wahrheit.

Shakespeares Einfluss auf die Weltliteratur ist unbestreitbar. Aber sie geht über die Sphäre der Literatur hinaus. Das Guinness-Buch der Rekorde listet mehr als 400 Verfilmungen von Shakespeare-Werken auf und macht ihn damit zum meist verfilmten Autor aller Zeiten. Er hatte einen großen Einfluss auf ein breites Spektrum von Kunstformen, von der Malerei über die Bildhauerei bis zum Film.

Darunter waren solche ausgezeichneten Versionen wie Laurence Oliviers Heinrich V., Hamlet und Richard III; Akira Kurosawas Das Schloss im Spinnwebwald, Franco Zeffirellis Romeo und Julia und eine beeindruckende russische Version von Hamlet, auf der Basis der Übersetzung von Boris Pasternak, mit dem großen sowjetischen Schauspieler Innokenty Smoktunowski als Prinz Hamlet. Leonard Bernstein schuf eine Neufassung von Romeo und Julia in einem bemerkenswert modernen Kontext in seinem Musical West Side Story.

Wörter des “Barden von Avon” tauchen oft in Reden und Schriften von Politikern auf. Lenin bezog sich auf die bürgerlich-demokratischen Politiker der Provisorischen Regierung als: „Diese Feiglinge, Schwätzer, selbstgefälligen Narzisse und Hamlets fuchtelten mit dem Pappschwert — und vernichteten nicht einmal die Monarchie!“ Und die flächendeckende Streikbewegung im Winter 1978-79 in Britannien wurde als „Winter der Unzufriedenheit“ bezeichnet, wobei man die einleitenden Sätze in Richard III. zitierte (oder eher falsch zitierte).

Shakespeare war einer von Marx’ Lieblingsautoren, zusammen mit Homer, Dante und Cervantes, den Autor von Don Quijote. Eleanor, Marx‘ Tochter erinnert sich: „Als ich sechs Jahre alt war, kannte ich Szene für Szene bei Shakespeare auswendig.“ Die große Bewunderung von Marx für Shakespeare ist kaum überraschend.

Meiner Meinung nach war William Shakespeare wahrscheinlich der größte Schriftsteller, der je gelebt hat. Ich denke, der einzige Schriftsteller, der dem poetischen Genie nahe kommt, war Dante Alighieri, dessen Divina Commedia (Göttliche Komödie) im späten Mittelalter verfasst wurde. Diese Beurteilung ist natürlich sehr subjektiv. Andere große SchriftstellerInnen können einen gleich starken Anspruch für den Titel der Großartigkeit erheben. Es wird jedoch schwer sein, einen anderen Schreiber/eine andere Schreiberin in der Weltliteratur zu finden, der/ die einen solchen Einfluss auf die Welt der Kunst, der Literatur und der Musik gehabt hat wie Shakespeare.

Ist es möglich, dass derartige Höhen in der Zukunft erreicht werden? Oder müssen wir folgern, dass er ein einzigartiges Phänomen war, das sich nie wiederholt? Natürlich wird es nie wieder einen anderen Shakespeare geben, genauso wenig wie einen anderen Aristoteles oder Rembrandt. Jeder von ihnen lieferte seinen eigenen Beitrag zur menschlichen Kultur im Einklang mit der Zeit, in der er lebte. Und da solche spezifischen Bedingungen sich nicht wiederholen, können die artistischen und philosophischen Produkte, die in dieser Zeit entstanden, nicht genauso wiederholt werden.

Im Laufe der menschlichen Geschichte, über einen Zeitraum von tausenden von Jahren, hat es nur wenige Genies wie Shakespeare, Beethoven, Hegel, Marx oder Einstein gegeben. Aber es ist unmöglich, nicht zu dem Schluss zu kommen, dass das Potenzial für Genies in den Köpfen von Millionen anderer Menschen vorhanden war, die gezwungen waren, ein arbeitsreiches Leben zu führen und von der Welt der Kultur, Kunst und Wissenschaft abgeschnitten waren. Trotzki stellte einst die Frage: „Wie viele Aristoteles hüten Schweine? Und wie viele Schweinehirte sitzen auf einem Thron?“

Shakespeare war ein Produkt eines revolutionären Zeitalters, einer Übergangszeit, welche der Menschheit neue Perspektiven eröffnete, ihren Horizont erweiterte und ihre Vorstellungskraft zu neuen Höhen verholfen hat. Aber auch in der Zukunft werden Revolutionen stattfinden. Und die größte Revolution von allen wird aus der Emanzipation der Menschheit von der kapitalistischen Sklaverei, Unterdrückung und Ausbeutung bestehen. Im Sozialismus wird jede Frau und jeder Mann die Freiheit haben, ihre/seine vorhandenen Talente zu entwickeln.

Der Sozialismus wird den Weg für die Kunst, die Wissenschaft und die Regierung, die über Jahrtausende das Monopol der Privilegierten waren, bereiten. Die Verkürzung des Arbeitstags auf einen minimalen Umfang wird es den Menschen gestatten, Zeit zur Selbstverwirklichung zu nutzen. Natürlich verfügt nicht jeder über die Anlagen, ein Shakespeare oder Einstein zu werden. Aber wir können sicher sein, dass unter den Milliarden Menschen, denen der Zugang zur Kultur und zur Zivilisation verweigert wurde, in vielen Bereichen neue Genies entstehen.

Wir werden die Entstehung neuer Shakespeares, Beethovens und Rembrandts und eine Explosion in der Kultur, Kunst und Musik erleben, wie sie vorher noch nie in der Geschichte zu beobachten war. Sie werden mit einer neuen Stimme sprechen, welche die neuen Bedingungen widerspiegelt, und diese Stimme wird in den Herzen und Köpfen der Männer und Frauen nachhallen, genauso wie es Shakespeare vor 400 Jahren tat. Die Shakespeares der Zukunft müssen noch geboren werden. Aber wir haben jeden Grund zu glauben, dass SchriftstellerInnen und KünstlerInnen der Zukunft in neue Dimensionen vorstoßen, die alle wunderbaren Errungenschaften der Vergangenheit in den Schatten stellen werden.

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