Kategorie: Solidarität

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Solidarität mit Julian | Faschismus bekämpfen!

Vor zwei Tagen haben drei Faschisten in Wismar einen versuchten Mordanschlag mit 17 Messerstichen auf Julian K., Kreisvorstandsmitglied der Partei DIE LINKE und Sprecher der örtlichen Linksjugend ['solid] verübt. Das berichtet die sozialistische Tageszeitung Neues Deutschland.


Das Opfer Julian K. liegt derzeit noch in einem Krankenhaus und befindet sich außer Lebensgefahr. Es kann dabei nur von großem Glück gesprochen werden, denn die meisten Messerstiche der in Thor Steinar-Kleidung gehüllten Angreifer gingen gezielt in die Brust. Während der Tat fielen gleichfalls verbale Attacken wie „schwule Kommunistensau“, die auf den strikt antisozialistisch motivierten Angriff hinweisen.

Die marxistische Strömung der funke steht in bedingungsloser Solidarität mit Julian K. und allen GenossInnen und demokratisch gesinnten BewohnerInnen in Wismar, das für eine ausgeprägte faschistische Szene bekannt ist. Dieser feige Angriff verdeutlicht, dass sich rechtsradikale Kräfte mit dem Aufstieg von reaktionären Bewegungen wie PEGIDA und rassistischen Parteien wie der AfD in der Bundesrepublik Deutschland sicherer fühlen und hemmungsloser werden. Zwar sind anhaltende faschistische Terrorakte wie der Mordanschlag gegen Julian derzeit eher ein Zeichen der organisatorischen Schwäche als der Stärke der faschistischen Organisationen. Diese feigen Terrorakte müssen uns aber als Warnung und Mahnung und zur Aufrüttelung über den Charakter des organisierten deutschen Neofaschismus dienen, der von der sozialen, wirtschaftlichen und politischen Zuspitzung in der Gesellschaft profitieren möchte und in den letzten Jahren auch durch gut bezahlte V-Leute des Verfassungsschutzes am Leben gehalten wurde. Die Tagespolitik der etablierten Parteien trägt dazu bei, den Nährboden für rechte und rassistische Ideologien zu düngen und damit entwurzelte und demoralisierte Bevölkerungsschichten zu infizieren.

Fast 97 Jahre nach der Ermordung von Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht durch rechte Freikorps im Auftrag von Gustav Noske ist der internationalistische Kampf für die soziale Gleichheit aller Menschen notwendiger denn je.

Wir rufen daher alle linken, fortschrittlichen, demokratischen, kapitalismuskritischen und antifaschistischen Kräfte zur Solidarität mit Julian K. auf und fordern eine umgehende Ermittlung der Täterschaft. Dieser Vorfall des versuchten Mordes macht hohe Haftstrafen für die Faschisten notwendig. Insbesondere von Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD) fordern wir entschlossene Maßnahmen zur vorbehaltlosen Aufklärung von Tat, Tätern und Hintergründen.

Wiesbaden, 6. Januar 2016

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