Arbeitskampf bis zum Herbst? Streikbewegung in der Druckindustrie braucht langen Atem

Begleitet von einem ganztägigen Warnstreik der Drucker der Frankfurter Societätsdruckerei (FSD) und der Redaktionsmitglieder der Frankfurter Neuen Presse (FNP) begann am Dienstagnachmittag in Frankfurt am Main eine neue Verhandlungsrunde zwischen der Dienstleistungsgewerkschaft ver.di und dem Bundesverband Druck und Medien (bvdm) für die Druckindustrie.

35 Stunden-Woche zäh verteidigen

Rede von Hans-Gerd Öfinger bei der DGB-Maikundgebung 2011 in Wiesbaden zur aktuellen Tarifauseinandersetzung in der Druckindustrie und der Bedeutung der 35-Stunden-Woche. Bei der aktuellen Tarifrunde für die Druckindustrie und Zeitungsverlage steht viel auf dem Spiel. Hier geht es nicht nur...

...um die Abwehr von Tarifdumping,
...um gleiche Bezahlung und Bedingungen für Leiharbeiterinnen und Leiharbeiter
...und den Reallohn.

Kampf der Drucker um die Verteidigung der 35-Stunden-Woche

Im Rahmen der aktuellen bundesweiten Streikwelle in Zeitungsdruckereien und Redaktionen war Hessen am Freitag ein Streikschwerpunkt. Hochburgen der ganztägigen Warnstreiks, die bei Redaktionsschluss andauerten, waren die Zeitungsdruckerei Dierichs in Kassel und die Produktionsstätten der Tageszeitungen Frankfurter Rundschau (FR), Frankfurter Allgemeine (FAZ) und Frankfurter Neue Presse (FNP) unweit des Frankfurter Rhein-Main-Flughafens. Im südlich der Mainmetropole gelegenen in Neu-Isenburg versammelten sich am Mittag Druckereiarbeiter, Verlagsangestellte und Redakteure der Frankfurter Rundschau zu einer Streikversammlung vor dem FR-Druckzentrum.

Call Center – Testlabors des Kapitalismus

Erkan Dinar, aktiver Gewwerkschafter und Kreisvorsitzender DIE LINKE Ansbach/Weißenburg-Gunzenhausen (Bayern), berichtet in dem Interview über den Arbeitsalltag in einem Call Center und über die Schwierigkeiten, dort einen Betriebsrat und gewerkschaftliche Strukturen aufzubauen. Er wehrt sich jetzt gegen eine Kündigung. Erkan Dinar ist 30 Jahre alt und lebt in Weißenburg. Er ist gelernter Einzelhandelskaufmann und hat mehrere Jahre in zwei verschiedenen Vodafone-Shops gearbeitet.

Auftakt der Streikwelle in Hessen und dem Saarland

In Hessen nahmen nach ver.di-Angaben rund 2.300 Beschäftigte aus der Landesverwaltung, Universitäten und Unikliniken an Warnstreiks teil. Kundgebungen fanden in Darmstadt, Wiesbaden, Frankfurt, Gelnhausen und Kassel statt. Im Mittelpunkt stand die Forderung nach drei Prozent Einkommenserhöhung, einem Sockelbetrag von 50 Euro und einer Übernahme von Ausgebildeten für wenigstens 24 Monate.

Mäßige Lohnerhöhungen bei der DB

Gut eine Woche nach dem Abschluss eines Branchentarifvertrags für Unternehmen des Schienenpersonennahverkehrs hat sich die Bahngewerkschaft EVG am Dienstag mit dem Vorstand der Deutschen Bahn AG (DB) auf eine mehrstufige maßvolle Lohnerhöhung geeinigt.

Der Arbeitskampf bei FIAT Mirafiori

Heute und morgen findet im FIAT-Werk Mirafiori in Turin eine entscheidende Urabstimmung über das zukünftige Arbeitsregime statt.
Wir liefern Hintergrundinfos sowie das Flugblatt, dass die GenossInnen der Betriebszelle der Rifondazione Comunista in FIAT Pomigliano und die GenossInnen von FalceMartello heute und morgen vor den Werkstoren in Turin-Mirafiori verteilen.

Betriebsegoismus und „deutsche Mitbestimmungskultur“

Die Schlacht um die Übernahme des Essener Baukonzerns Hochtief durch den spanischen ACS-Konzern hat in den letzten Wochen ein heftiges Zerwürfnis zwischen dem Gesamtbetriebsratsvorsitzenden Siegfried Müller und der für die Branche zuständigen Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) ausgelöst.

Je früher man die Weichen stellt, desto besser kommt man zum Ziel

Interview mit Alfred Lange, Betriebsratsvorsitzender der Niederlassung Frankfurt (Main) der DB-Güterverkehrssparte DB Schenker Rail. Er ist Delegierter des TRANSNET-Gewerkschaftstags am Dienstag, 30. November 2010, bei dem die Fusion mit der Verkehrsgewerkschaft GDBA zur neuen Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) beschlossen werden soll.

Telekom-Beschäftigte warnen vor existenzbedrohenden Umstrukturierungsplänen

In diesen Wochen gehen tausende Telekom-Beschäftigte gegen existenzbedrohende Umstrukturierungspläne auf die Straße. Mit ihnen empören sich auch Parlamentarier über die „kaltschnäuzigen“ Pläne des Telekom-Vorstands – und über ihre eigene Politik. Seit Jahren schlagen sich Beschäftigte von Telekom-Töchtern mit Neu- und Umorganisationen, Lohndrückerei, Ausgliederungen, Auflösung und Ausverkauf ganzer Unternehmensteile herum.
Modulblock Revolution

Heute vor 100 Jahren:

Modulblock DefenceMarxism

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