Kategorie: Kultur

Wir können auch anders!

Anmerkungen zur Winterschule der Internationalen Marxistischen Strömung (IMT) am 9. - 11. Januar 2009 in Berlin, anlässlich des 90. Todestages von Rosa Luxemburg.
Wer bisher glaubte, mehr als zwei Linke in einem Raum führe unwillkürlich zu unüberbrückbaren Differenzen und ziellosen Diskussionen, wurde bei der Winterschule der Internationalen Marxistischen Strömung eines besseren belehrt.




150 Genossinnen und Genossen, unter anderem, aus Dänemark, Schweden, Pakistan, USA, England, Polen, Ungarn und anderen Ländern bewiesen am Wochenende vom 9. - 11. Januar das Gegenteil!
In einer durchweg freundschaftlich geprägten Atmosphäre nahmen die Anwesenden an diversen Workshops teil.
Die geladenen Referenten waren unter anderem: Lal Khan (Pakistan), H.G. Öfinger (Deutschland), Greg Oxley (Frankreich), Wojtek Fiegel (Polen), Marie Frederiksen (Dänemark), John Peterson (USA).

Vorträge zum Leben von Rosa Luxemburg, der Krise des Kapitalismus, Venezuela und auch zu Kunst und Kultur (um nur einige zu nennen) wurden gehalten.
Und es zeigte sich eben und vor Allem! Es gibt mehr als nur eine Idee von einer anderen, einer dem Kapitalismus mindestens Zügel anlegenden Welt.
In einer globalisierten Welt gibt es vor allem Erfahrungshorizonte, die sich gleichen. Gleichen in Erfahrungen in welch subtiler Weise der Kapitalismus versucht, die Menschen einzulullen, um sie ihrer Rechte zu berauben - ihnen ihre Freiheiten zu nehmen!
So überraschte John Peterson, äußerst kompetent in Fakten, mit den Innenansichten aus den USA. Machte er doch klar, dass eben auch die Menschen dort offenbar zunehmend zu anderen Rückschlüssen kommen als immer nur dem „Allheilmittel“ des Dollar.
Sein Vater, so Peterson, mit welchem er jahrelang gestritten habe, habe ihn kürzlich angerufen und ihm mitgeteilt, er habe sich (der Vater wohlgemerkt) wohl doch in einigen Dingen geirrt!
Ein weiterer Höhepunkt, der Genosse Serge aus Brasilien, welcher über die konkreten Betriebsbesetzungen in seinem Land berichtete.
Absolutes Highlight der Vortrag von Alan Woods zum Thema Kunst.
Woods zog einen, zunächst abenteuerlich anmutenden, Bogen von der Kunst des Mittelalters über die Renaissance hin zur Moderne. Streifte sowohl Architektur wie auch Malerei und Musik, um dann alles in den Raum geworfene mit Systemfrage und Kapitalismus bzw. den bestehenden oder gewesenen Strukturen der Macht zu verknüpfen.
Im Ergebnis blieb eine brillante Analyse der Dinge, vorgetragen in einer mitnehmenden Weise von der (qualitativ) sich viele Professoren in Deutschland mehr als eine Scheibe abschneiden sollten! Vermutlich aber werden sie ein solches Niveau nie erreichen.
Das alles getragen auf einer Stimmung, in der gegenseitiger Respekt und freundschaftliches zugewandt sein vorherrschte!
Mit fundierten Diskussionen, im Umfeld, unter den Teilnehmern.
Resümee: Eine großartige Veranstaltung, die Mut macht! Kraft gibt, weiter zu machen, um tolle Menschen weiter zu verknüpfen, mit der klaren Vision und Gewissheit, wir werden immer mehr und kommen näher!

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