40 Jahre danach: Was bleibt vom Mythos 1968?

Aufbruch, Revolte, sexuelle Befreiung, Studentenbewegung, Revolution… Noch 40 Jahre später ist das Jahr 1968 ein Bezugspunkt für alte und junge Linke. Was geschah 1968 wirklich? Was für Spuren hat dieses Jahr hinterlassen? Einige Erklärungen und Gedanken.

Irak: Fünf Jahre nach der Invasion

Es gibt ein altes orientalisches Sprichwort: Ein Mann, der auf dem Rücken eines Tigers reitet, findet es schwierig abzusteigen. Als die Koalitionstruppen im März 2003 in Bagdad einmarschierten, waren die Imperialisten voller Zuversicht. Berauscht von der Macht ihrer Militärmaschinerie, prophezeiten sie dem Irak und dem Nahen Osten eine leuchtende Zukunft.

Von Flammen und Dampfkesseln - Neues Theoriemagazin zum 90. Jahrestag der Russischen Revolution

Heute vor 90 Jahren eroberten die Sowjets, in den kurz zuvor die Bolschewiki unter Lenin und Trotzki die Mehrheit erlangt hatten, die Macht in Russland. Die Russische Revolution von 1917 erschütterte in der Folge die ganze Welt. Diesem aus der Sicht der internationalen Arbeiterklasse bedeutendsten Ereignis der Welt- geschichte widmen wir Band 6 unserer Theoriereihe "Aufstand der Vernunft". Im Zentrum dieses Buches steht ein Beitrag des britischen Marxisten Alan Woods über die Rolle der Bolschewiki im Jahr 1917. Darin zeichnet er die gesellschaftlichen Dynamiken dieser Revolution nach und widerlegt die von bürgerlichen Historikern viel strapazierte These, die Oktoberrevolution sei in Wirklichkeit ein Staatsstreich gewesen.

Vor 100 Jahren: Kongress der Sozialistischen Internationale in Stuttgart

Vom 18. bis 24. August 1907 fand der internationale Sozialisten- kongress statt, an dem 184 Delegierte der verschiedenen Sektionen der Zweiten Internationale teilnahmen. Darunter so bedeutende Vertreter der Arbeiterbewegung wie Bebel, Kautsky, Mehring, Luxemburg (Foto), Liebknecht, Zetkin, Lenin und Trotzki. Es fanden leidenschaftliche Diskussionen auf hohem politischen Niveau statt, die man in dieser Art in keiner heutigen politischen Organisation mehr finden kann, schon gar nicht in den heutigen Sozialdemokratien.

60 Jahre Spaltung: Die verbrecherische Teilung des indischen Subkontinents

Vor genau 60 Jahren am 15. August 1947 wurde die Unabhängigkeit Indiens von der britischen Kolonialmacht erklärt. Pakistan wurde am Tag zuvor zum unabhängigen Staat. Die Spaltung des indischen Subkontinents entlang von religiösen und ethnischen Grenzen hatte begonnen. Die bürgerliche Geschichtsschreibung sieht die Uneinigkeit zwischen Hindus und Moslems als Ursache für die Spaltung – und blendet dabei aus, dass diese auf eine Politik des "Teile und Herrsche" der britischen Kolonialherren zurückzuführen ist (Foto: Indiens erster Premierminister Jawaharlal Nehru).

Die Anfänge der KPD: Von Kinderkrankheiten zur Stalinisierung

Noch zwei Wochen vor ihrer Ermordung waren Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht engagiert am Gründungsparteitag der KPD (30. Dezember 1918 bis 1. Januar 1919) beteiligt. Für manche Linke hierzulande stellt sich die Sache im Nachhinein ganz einfach dar: die Sozialdemokratie war als „stinkender Leichnam“ (O-Ton Rosa Luxemburg) entlarvt, und alle wahren Revolutionäre versammelten sich von nun an unter dem Banner der Kommunistischen Partei Deutschlands. Doch ein Rückblick auf die Anfangsjahre des deutschen Kommunismus zeigt: mit der KPD-Gründung waren die Probleme für Marxisten oder Kommunisten nicht gelöst - sie fingen erst richtig an. 

"Der Aufstieg und Fall der Kommunistischen Internationale"

Inhalt: 

  • Einleitung von Alan Woods (Juli 1975)

  • Ted Grant: Der Aufstieg und Fall der Kommunistischen Internationale (1943)

Wie in Vietnam der US-Imperialismus besiegt wurde

Amerikanische Studenten verbrennen ihren Einberufungsbefehl. Jane Fonda protestiert. Bauarbeiter mit Schutzhelmen verprügeln protestierende StudentInnen. Diese Bilder der Anti-Vietnamkriegsproteste werden einem angesichts der erneuten Kriegsvorbereitungen in den USA in Erinnerung gerufen.

Die Fotographie der Schutzhelme tragenden Bauarbeiter war die einzige auf der ganzen "Resistance" - Ausstellung im Stockholm Museum der Modernen Künste auf welcher überhaupt irgendwelche ArbeiterInnen zu sehen waren. Das Ziel dieser Ausstellung war es über die Protestbewegungen der 1960er Jahre bis heute zu berichten. Die Ausstellung erzeugt den Eindruck, dass sich einzig ein paar unerschrockene Individuen gegen den US-Imperialismus gewehrt haben. Doch die Wirklichkeit war anders und wird anders sein.

Weder protestierende StudentInnen (Studenten wurden übrigens nicht einberufen) noch einzelne Intellektuelle, noch die militärischen Eroberungen der vietnamesischen Armee haben wesentlich zum Frieden in Vietnam beigetragen. Es war die amerikanische ArbeiterInnenklasse, in Uniform und ohne, welche mehr als alles andere diesem Krieg ein Ende gesetzt hat. 

Geschichte der Internationalen

Einleitung

Internationalismus ist nichts, was ein Marx oder ein Engels erfunden haben, sondern hat seine Wurzeln im Kampf der Arbeiterklasse selbst. Die erste Manifestation eines internationalen Klassenbewusstseins fällt eigentlich mit den ersten politischen Kämpfen der ArbeiterInnen zusammen. Als 1834 in Lyon die französischen ArbeiterInnen einen Aufstand organisieren, schicken englische GenossInnen eine Grußbotschaft, in der sie sich mit dem Kampf der französischen Proletarier solidarisieren. Schon die ersten revolutionären Organisationen der Arbeiterklasse (die sich bereits vor dem Herausbilden des modernen Proletariats gründeten und hauptsächlich Handwerker vereinigten), wie der Bund der Kommunisten, versuchten Ansätze einer internationalen Organisation aufzubauen. 

1945: Das war kein vollständiger "Neuanfang"

Nach dem barbarischen Wüten der Nazi-Diktatur, nach dem Holocaust und dem Inferno des Zweiten Weltkriegs war in der deutschen Bevölkerung, und vor allem in der Arbeiterklasse die Sehnsucht nach einem Neuanfang ohne das explosive Gemisch aus Faschismus, Militarismus und Kapitalismus stark verbreitet. Den Verantwortlichen für die Katastrophe - Nazis, Kriegstreibern und Kriegsgewinnlern in der Wirtschaft - sollte endgültig das Handwerk gelegt und die Herrschaft aus der Hand genommen werden. Dies war der vorherrschende Zeitgeist 1945. Doch an einem wirklichen Neubeginn waren weder die alten deutschen Eliten und Nazi-Kollaborateure noch die westlichen Besatzungsmächte interessiert. 

Modulblock Revolution

Heute vor 100 Jahren:

Modulblock DefenceMarxism

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