Vor 100 Jahren: Kongress der Sozialistischen Internationale in Stuttgart

Vom 18. bis 24. August 1907 fand der internationale Sozialisten- kongress statt, an dem 184 Delegierte der verschiedenen Sektionen der Zweiten Internationale teilnahmen. Darunter so bedeutende Vertreter der Arbeiterbewegung wie Bebel, Kautsky, Mehring, Luxemburg (Foto), Liebknecht, Zetkin, Lenin und Trotzki. Es fanden leidenschaftliche Diskussionen auf hohem politischen Niveau statt, die man in dieser Art in keiner heutigen politischen Organisation mehr finden kann, schon gar nicht in den heutigen Sozialdemokratien.

60 Jahre Spaltung: Die verbrecherische Teilung des indischen Subkontinents

Vor genau 60 Jahren am 15. August 1947 wurde die Unabhängigkeit Indiens von der britischen Kolonialmacht erklärt. Pakistan wurde am Tag zuvor zum unabhängigen Staat. Die Spaltung des indischen Subkontinents entlang von religiösen und ethnischen Grenzen hatte begonnen. Die bürgerliche Geschichtsschreibung sieht die Uneinigkeit zwischen Hindus und Moslems als Ursache für die Spaltung – und blendet dabei aus, dass diese auf eine Politik des "Teile und Herrsche" der britischen Kolonialherren zurückzuführen ist (Foto: Indiens erster Premierminister Jawaharlal Nehru).

"Der Aufstieg und Fall der Kommunistischen Internationale"

Inhalt: 

  • Einleitung von Alan Woods (Juli 1975)

  • Ted Grant: Der Aufstieg und Fall der Kommunistischen Internationale (1943)

Wie in Vietnam der US-Imperialismus besiegt wurde

Amerikanische Studenten verbrennen ihren Einberufungsbefehl. Jane Fonda protestiert. Bauarbeiter mit Schutzhelmen verprügeln protestierende StudentInnen. Diese Bilder der Anti-Vietnamkriegsproteste werden einem angesichts der erneuten Kriegsvorbereitungen in den USA in Erinnerung gerufen.

Die Fotographie der Schutzhelme tragenden Bauarbeiter war die einzige auf der ganzen "Resistance" - Ausstellung im Stockholm Museum der Modernen Künste auf welcher überhaupt irgendwelche ArbeiterInnen zu sehen waren. Das Ziel dieser Ausstellung war es über die Protestbewegungen der 1960er Jahre bis heute zu berichten. Die Ausstellung erzeugt den Eindruck, dass sich einzig ein paar unerschrockene Individuen gegen den US-Imperialismus gewehrt haben. Doch die Wirklichkeit war anders und wird anders sein.

Weder protestierende StudentInnen (Studenten wurden übrigens nicht einberufen) noch einzelne Intellektuelle, noch die militärischen Eroberungen der vietnamesischen Armee haben wesentlich zum Frieden in Vietnam beigetragen. Es war die amerikanische ArbeiterInnenklasse, in Uniform und ohne, welche mehr als alles andere diesem Krieg ein Ende gesetzt hat. 

Geschichte der Internationalen

Einleitung

Internationalismus ist nichts, was ein Marx oder ein Engels erfunden haben, sondern hat seine Wurzeln im Kampf der Arbeiterklasse selbst. Die erste Manifestation eines internationalen Klassenbewusstseins fällt eigentlich mit den ersten politischen Kämpfen der ArbeiterInnen zusammen. Als 1834 in Lyon die französischen ArbeiterInnen einen Aufstand organisieren, schicken englische GenossInnen eine Grußbotschaft, in der sie sich mit dem Kampf der französischen Proletarier solidarisieren. Schon die ersten revolutionären Organisationen der Arbeiterklasse (die sich bereits vor dem Herausbilden des modernen Proletariats gründeten und hauptsächlich Handwerker vereinigten), wie der Bund der Kommunisten, versuchten Ansätze einer internationalen Organisation aufzubauen. 

1945: Das war kein vollständiger "Neuanfang"

Nach dem barbarischen Wüten der Nazi-Diktatur, nach dem Holocaust und dem Inferno des Zweiten Weltkriegs war in der deutschen Bevölkerung, und vor allem in der Arbeiterklasse die Sehnsucht nach einem Neuanfang ohne das explosive Gemisch aus Faschismus, Militarismus und Kapitalismus stark verbreitet. Den Verantwortlichen für die Katastrophe - Nazis, Kriegstreibern und Kriegsgewinnlern in der Wirtschaft - sollte endgültig das Handwerk gelegt und die Herrschaft aus der Hand genommen werden. Dies war der vorherrschende Zeitgeist 1945. Doch an einem wirklichen Neubeginn waren weder die alten deutschen Eliten und Nazi-Kollaborateure noch die westlichen Besatzungsmächte interessiert. 

Weder Indien noch Pakistan. Für eine sozialistische Föderation

Ted Grant zum Krieg zwischen Indien und Pakistan im Herbst 1965.

 

Die Krise wegen Suez

Die vergangenen paar Jahrzehnte seit dem ersten Weltkrieg waren die Periode proletarischer Revolutionen oder Konterrevolutionen, von Kolonialaufständen und von Kriegen, wie Lenin und Trotzki vorhergesagt hatten.

 

Der indisch-pakistanische Krieg

Die Konflikte an den Grenzen von Indien und Pakistan nehmen zu. Beide Seiten bereiten sich auf einen Showdown vor. In den instabilen Beziehungen seit der Teilung Indiens war die Lage selbst im Grenzkrieg um Kaschmir 1965 nie so angespannt. Seit der Schaffung des Kapitalisten-Großgrundbesitzer-Staats Indien und des reaktionären theokratischen Staats Pakistan mit dem imperialistischen Ziel des Teile und Herrsche waren die Beziehungen zwischen den pakistanischen und indischen herrschenden Klassen immer ein erbitterter Gegensatz.

 

Die argentinische Revolution

Mit dem Zusammenbruch der Militär- und Polizeidiktatur und der Machtübernahme von Perón/Campora wurde Argentinien ein Schlüsselland in Lateinamerika und selbst der Welt.

 

Modulblock Shop

Modulblock deutsche revolution

Modulblock DefenceMarxism

Unsere Arbeit kostet Geld

Dabei sind wir exklusiv auf die Unterstützung unserer LeserInnen und UnterstützerInnen angewiesen.
Wenn dir dieser Artikel gefallen hat, zögere nicht und lass uns deine Solidarität spüren.
Ob groß oder klein, jeder Betrag hilft und wird wertgeschätzt.

Der Funke e.V.
IBAN: DE28 5109 0000 0009 1469 03
BIC: WIBADE5W